Unsere Ernte im Mai

Unsere Ernte

„Was könnt ihr denn jetzt ernten?“ – das ist oft die erste Frage zu unserem Selbstversorgergarten. Daher fange ich einfach mal einen Beitrag an, der unsere aktuelle Ernte zeigt.

Ein Highlight war auf jeden Fall unser Winterblumenkohl. Wir hatten fünf Stück davon, einer schöner als der andere. Allerdings sind die dann alle gleichzeitig erntereif. Also gab es eine Woche lange Blumenkohl … Man kann ihn aber auch gut einfrieren. Und es gibt viele tolle Rezepte.

Auch sehr prächtig ist unser Mangold. Den hatten wir ebenfalls im Spätsommer letzten Jahres ausgesät. Mangold überwintert bei uns problemlos und sogar ohne Winterschutz. Man kann ihn entweder am Stück oder blattweise ernten. Blattweise ernten hat den Vorteil, dass man nicht alles auf einmal verwerten muss und man die Ernte über ein paar Wochen strecken kann.

Neu im Repertoire haben wir dieses Jahr Tatsoi, auch Blattsenf genannt. Tatsoi kann man schon ganz früh im Jahr aussäen. Er wächst recht schnell und problemlos. Man kann ihn roh essen, dünsten oder in Suppen verwenden. Wir hatten ihn bisher in gemischtem Salat und in Gemüsepfannen – da macht er sich recht gut.

Ein echter Hingucker ist die Rote Melde. Wir haben sie vor ein paar Jahren mal ausgesät und seitdem sät sie sich von selbst in alle Ecken des Garten aus. Die jungen Blätter kann man roh essen und sie super aus in gemischtem Salat. Die Pflanze wir über 1,50 hoch im Sommer und man kann die älteren Blätter dann zubereiten wie Spinat. Da die Rote Melde den Boden mit Stickstoff anreichert, kann man sie auch gut als Gründung einsetzen. Wir haben sie auf dem Tomatenbeet stehen lassen bis wir nach den Eisheiligen die Tomaten ausgepflanzt haben.

Die ersten Walderdbeeren gibt es schon seit Mitte Mai. Gegen Ende Mai kamen jetzt auch die Gartenerdbeeren dazu. Dieses Jahr sind sie besonders dick und saftig. Da es letztes Jahr so trocken war, gibt’s dieses Jahr auch kaum Schnecken und wir können die Erdbeeren selbst genießen.

Die Radieschen keimen dieses Jahr etwas unregelmäßig, vielleicht weil es so trocken war. Einige sind schon erntereif, andere keimen gerade erst. Ich hatte schon im März ausgesät, dass war aber wohl noch zu früh. Die April-Aussaat ist dagegen gut geworden.

Rhabarber gärtnert sich selbst“, sagt man. Mit anderen Worten, wenn er sich einmal etabliert hat, muss man eigentlich nichts weiter tun. Wir versorgen ihn im Frühjahr und im Sommer gut mit Kompost, das ist alles. Dieses Jahr wächst er allerdings nicht ganz so üppig wie letztes Jahr – hängt vielleicht auch mit der Trockenheit im April zusammen.

Von dem Knoblauch, den wir im letzten Herbst gesteckt hatten, konnten wir auch gegen Ende Mai schon ernten. Wir ernten jetzt nur bei Bedarf einzelne Knollen. Den Rest lassen wir noch ein paar Wochen stehen. Die Knollen werden sicher noch etwas dicker. Der im Frühjahr gesteckte Knoblauch braucht noch etwas länger.

Es gibt auch schon den ersten im Freiland gesäten Salat. Der Buttersalat ist gut aufgegangen und ist bisher von Schnecken verschont geblieben. Es gibt eigentlich fast keine Nacktschnecken nach den beiden letzten trockenen Sommern. Außerdem haben wir auch schon Ruccola geerntet. Wir haben wilden Ruccola und auch eine Kultursorte, die sich selbst immer wieder aussät und schon über den ganzen Garten verbreitet hat. Der Vorteil an Ruccola ist, dass er von Schnecken sowieso verschont bleibt. Der bittere Geschmack sagt ihnen wohl nicht zu.

Wir können den Salat auch schon mit verschiedenen Kräutern „aufpeppen“: Zitronenmelisse, Thymian, Minze, Ysop, Salbei …

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