Ein Hochbeet für 0 Euro

DIY-Hochbeet

Ein Hochbeet ist super praktisch – Schluss mit Bücken beim Bearbeiten oder Ernten. Allerdings sind gekaufte Hochbeete auch nicht ganz billig. Wir versuchen außerdem, in unserem Garten möglichst wenig von außen einzubringen und möglichst wenig Abfall zu erzeugen. Daher hat es sich angeboten, ein Hochbeet zu bauen aus Material, das sowieso schon vorhanden ist.

Im zeitigen Frühjahr hatten wir unseren Schmetterlingsflieder kniehoch zurückgeschnitten. Dabei fiel einiges an Ästen an. Da unser Totholzhaufen schon auf stattliche Größe angewachsen ist, musste eine andere Lösung für die Entsorgung der Äste her. Verbrennen ist nicht unbedingt klimafreundlich, also … haben wir die Äste als Umrandung für unser Hochbeet eingesetzt. Das war in ca. 30 Minuten aufgebaut.

Gefüllt haben wir das Hochbeet mit den Grünabfällen, die beim Vorbereiten der Beete angefallen sind. Unten liegt grobes Material, um für die Drainage zu sorgen. Man hätte als erste Lage auch Kaninchenzaun einziehen können, um das Hochbeet vor Wühlmäusen zu schützen. Da wir aber gerade keinen zur Hand hatten, haben wir die erste Schicht einfach direkt auf die Erde gesetzt. Ich hoffe, wir werden es nicht bereuen. Die nächste Schicht besteht aus feinerem oder schon halb kompostiertem Material. Die oberste Schicht besteht aus fertigem Kompost. Diese haben wir abschließend mit Rasenschnitt gemulcht, damit das Beet die Feuchtigkeit länger hält.

Bepflanzt haben das Hochbeet noch vor den Eisheiligen mit zwei Hokkaido-Kürbis-Setzlingen. In den kalten Nächten konnte man das Hochbeet mit einer einfachen Folie gut abdecken und die Pflänzchen haben es gut überlebt. Sie sind jetzt schon deutlich weiter als ihre Geschwister auf einem einfachen, flachen Beet.

Jetzt sind wir gespannt, wie sich unser selbstgebautes Hochbeet bewährt.

Dieser Duft …

Duftende Wildrose
Eine ganz besondere Wildrose – gefüllt und unglaublich duftend

Diese Wildrose (Rosa pimpinellifolia ‚Latifolia‘) ist unglaublich: Sie verströmt ihren Duft im ganzen Garten. Man kann ihren Duft sogar aus mehreren Metern Entfernung noch wahrnehmen. Zudem ist sie gefüllt, was bei Wildrosen eher selten ist. Wie alle Wildrosen ist sie sehr anspruchslos. Sie gedeiht und blüht ohne Dünger und verträgt auch Trockenheit. Die letzten beiden Jahre, die bei uns sehr trocken waren, hat sie ganz ohne gießen problemlos überstanden. Sie braucht keinen Rückschnitt und wird nicht höher als ca. 1,50 Meter. Dadurch ist sie auch für kleinere Gärten gut geeignet.

Rosenzucker

In unserem Selbstversorgergarten ist diese Wildrosen nicht nur eine Zierde, sondern wir nutzen sie sogar. Wir haben aus den Blütenblättern dieser Duftrose schon leckeren Rosenzucker gemacht. Der schmeckt herrlich im Tee oder auf Desserts und konserviert den unvergleichlichen Rosenduft. Dazu haben wir einfach ein paar der Blüttenblätter in ein Schraubglas gefüllt, gut geschüttelt und verschlossen ein paar Tage ziehen lassen.

Auch die Früchte von Wildrosen – die Hagebutten – kann man nutzen und z. B. zu Gelee verarbeiten. Das war uns bisher allerdings zu mühsam …

Ein Fest für Insekten

Der Duft dieser Rose begeistert auch Insekten, ganz besonders Käfer. Die „vergraben“ sich manchmal stundenlang in einer Blüte und scheinen völlig benommen zu sein.

Unsere Ernte im Mai

Unsere Ernte

„Was könnt ihr denn jetzt ernten?“ – das ist oft die erste Frage zu unserem Selbstversorgergarten. Daher fange ich einfach mal einen Beitrag an, der unsere aktuelle Ernte zeigt.

Ein Highlight war auf jeden Fall unser Winterblumenkohl. Wir hatten fünf Stück davon, einer schöner als der andere. Allerdings sind die dann alle gleichzeitig erntereif. Also gab es eine Woche lange Blumenkohl … Man kann ihn aber auch gut einfrieren. Und es gibt viele tolle Rezepte.

Auch sehr prächtig ist unser Mangold. Den hatten wir ebenfalls im Spätsommer letzten Jahres ausgesät. Mangold überwintert bei uns problemlos und sogar ohne Winterschutz. Man kann ihn entweder am Stück oder blattweise ernten. Blattweise ernten hat den Vorteil, dass man nicht alles auf einmal verwerten muss und man die Ernte über ein paar Wochen strecken kann.

Neu im Repertoire haben wir dieses Jahr Tatsoi, auch Blattsenf genannt. Tatsoi kann man schon ganz früh im Jahr aussäen. Er wächst recht schnell und problemlos. Man kann ihn roh essen, dünsten oder in Suppen verwenden. Wir hatten ihn bisher in gemischtem Salat und in Gemüsepfannen – da macht er sich recht gut.

Ein echter Hingucker ist die Rote Melde. Wir haben sie vor ein paar Jahren mal ausgesät und seitdem sät sie sich von selbst in alle Ecken des Garten aus. Die jungen Blätter kann man roh essen und sie super aus in gemischtem Salat. Die Pflanze wir über 1,50 hoch im Sommer und man kann die älteren Blätter dann zubereiten wie Spinat. Da die Rote Melde den Boden mit Stickstoff anreichert, kann man sie auch gut als Gründung einsetzen. Wir haben sie auf dem Tomatenbeet stehen lassen bis wir nach den Eisheiligen die Tomaten ausgepflanzt haben.

Die ersten Walderdbeeren gibt es schon seit Mitte Mai. Gegen Ende Mai kamen jetzt auch die Gartenerdbeeren dazu. Dieses Jahr sind sie besonders dick und saftig. Da es letztes Jahr so trocken war, gibt’s dieses Jahr auch kaum Schnecken und wir können die Erdbeeren selbst genießen.

Die Radieschen keimen dieses Jahr etwas unregelmäßig, vielleicht weil es so trocken war. Einige sind schon erntereif, andere keimen gerade erst. Ich hatte schon im März ausgesät, dass war aber wohl noch zu früh. Die April-Aussaat ist dagegen gut geworden.

Rhabarber gärtnert sich selbst“, sagt man. Mit anderen Worten, wenn er sich einmal etabliert hat, muss man eigentlich nichts weiter tun. Wir versorgen ihn im Frühjahr und im Sommer gut mit Kompost, das ist alles. Dieses Jahr wächst er allerdings nicht ganz so üppig wie letztes Jahr – hängt vielleicht auch mit der Trockenheit im April zusammen.

Von dem Knoblauch, den wir im letzten Herbst gesteckt hatten, konnten wir auch gegen Ende Mai schon ernten. Wir ernten jetzt nur bei Bedarf einzelne Knollen. Den Rest lassen wir noch ein paar Wochen stehen. Die Knollen werden sicher noch etwas dicker. Der im Frühjahr gesteckte Knoblauch braucht noch etwas länger.

Es gibt auch schon den ersten im Freiland gesäten Salat. Der Buttersalat ist gut aufgegangen und ist bisher von Schnecken verschont geblieben. Es gibt eigentlich fast keine Nacktschnecken nach den beiden letzten trockenen Sommern. Außerdem haben wir auch schon Ruccola geerntet. Wir haben wilden Ruccola und auch eine Kultursorte, die sich selbst immer wieder aussät und schon über den ganzen Garten verbreitet hat. Der Vorteil an Ruccola ist, dass er von Schnecken sowieso verschont bleibt. Der bittere Geschmack sagt ihnen wohl nicht zu.

Wir können den Salat auch schon mit verschiedenen Kräutern „aufpeppen“: Zitronenmelisse, Thymian, Minze, Ysop, Salbei …

Gemüse vorziehen

Gemüse vorziehen

Gemüse, das nicht direkt ins Freie gesät werden kann, ziehen wir in der Regel auf der Fensterbank vor. Dieses Jahr waren das Zucchini, Kürbis und Tomaten.

Die Samen auf der Fensterbank auszusäen, ist manchmal gar nicht so einfach. Töpfe und dazugehörige Untersetzer in der richtigen Größe für Aussaat und größere Pflänzchen zu finden und diese dann auch noch platzsparend auf der Fensterbank unterzubringen, kann schon eine Herausforderung sein.

Dieses Jahr haben wir auf Tetrapacks gesetzt. Und die haben sich wirklich bewährt. Wasserdicht sind sie von Haus aus schon – wir haben uns also schon mal die Untersetzer gespart. Um ein passendes Aussaatgefäß zu bekommen, haben wir einfach eine Seite mit dem Boxcutter ausgeschnitten, für größere Pflänzchen entsprechend die Box gekürzt. Und aufgrund der rechteckigen Form lassen sich alle Gefäße auch gut auf der Fensterbank unterbringen.

Blumenkohl schon im Mai

Blumenkohl schon im Mai

Wir konnten am ersten Mai-Wochenende schon unseren ersten Blumenkohl ernten! Den hatten wir im August gepflanzt. Eigentlich braucht er über Winter einen Frostschutz. Wir hatten ein selbstgebautes Dach darüber gestellt, das von einem Sturm am Anfang des Jahres leider zerlegt wurde. Der Blumenkohl hat es trotzdem überlebt.

Dass er so prächtig geworden ist, verdanken wir bestimmt unserem Kompost.

Wir hatten den Eindruck, unsere Nachbarn waren auch sehr beeindruckt: